WERKBÜHNE BERLIN

 

 

Fernando Krapp hat mir diesen Brief geschrieben

Ein Versuch über die Wahrheit

Tankred Dorst - Mitarbeit Ursula Ehlers

 

Nach der Erzählung
"Nada menos que todo un hombre"
von Miguel de Unamuno

Jürgen Larys und Kerstin Hänel
Foto: Thomas Aurin

 

 

 

 

Fernando Krapp   Jürgen Larys
Julia   Kerstin Hänel
Der Graf/ der Vater   Rudolf Krause
   

 

Regie   Jobst Langhans
Regieassistenz   Elfi Vogt
Kostüm   Konstanze Gundudis-Stemme
Musik   Theo Nabicht
Technik   Britta Scheerer

Premiere: 7. Oktober 1999
Alte Schlosserei in der Kulturbrauerei - Berlin
Abstecher nach Basel und Weimar

Eine Produktion der WERKBÜHNE BERLIN
für den Kongreß
"Goethe gegenwärtig - Perspektiven eines modernen Kulturlebens" Weimar 1999

Aufführungsrechte Suhrkamp Theaterverlag Frankfurt/M.

Gefördert durch die Alexanderstiftung und die Gemeinnützige Treuhandstelle Bochum
Unterstützt durch Biemont & Partners - Agent Consultants, Basel



 

Pressestimmen


... Für die WERKBÜHNE inszenierte Jobst Langhans das Spiel um Schein und Sein in einem weißen, auf zwei Stühlen und Podeste reduzierten Raum im Cinemascope-Format. So konzentriert man sich total auf die blendend aufspielenden Schauspieler, was den Abend zuweilen spannend wie einen Krimi macht.
Berliner Morgenpost 9. Okt. 1999

... Gut, daß sich Jobst Langhans´ Inszenierung auf das Stück und die Schauspieler verlassen hat. Sie bewegen sich in einem Raum mit weißen Wänden. Farbtupfer kommen ins Spiel, wenn es um Gefühle geht. ... Es könnte auch ein Märchen sein.
die tageszeitung 22.Okt. 1999

... Aber der Text ist keine psychologische Posse über die Untiefen der Liebe. Und die Inszenierung von Jobst Langhans nimmt ihn in der ersten, sehr guten Hälfte auch nicht so.
... Wer inspirierendes Theater sehen will, der sehe sich diesen Abend an.
Zitty-Berliner Stadtmagazin 22/99

... Psychologie und Poesie gegeneinander abzuwägen ist ein schwieriges Unterfangen. Vielleicht liegt es am komplexen Stoff und seiner Weitwinkelperspektive, daß der Spannungsbogen nicht ganz durchgehalten werden konnte. Eine Inszenierung, die den Geist gewinnt, ohne das Gefühl zu begeistern.
Basler Zeitung 15.Nov. 1999

... Die Frage nach der Liebe stellt sich neu, und auch die Antworten geben dem Zuschauer ein Stück Wegzehrung mit, die, so vermute ich, individuell sehr unterschiedlich gegessen und verdaut oder sagen wir verarbeitet werden wird. Die Werkbühne Berlin unter Leitung von Jobst Langhans macht mit dieser Inszenierung ein weiteres Mal, nach der erfolgreichen letzten Produktion "Eine wundersame Nacht" von Slawomir Mrozek, auf sich aufmerksam.
Das Goetheanum 42/1999

... Anfangs läßt mich das Stück kalt, wie vorher die Lektüre. Ein unterkühltes Stück, die weißen Wände passen. Aber nach und nach komme ich rein. Das liegt an den Darstellern (Kerstin Hänel, Jürgen Larys, Rudolf Krause - und was sie zwischen sich aufgebaut haben!), der Regie (Jobst Langhans) und der Musik (Theo Nabicht). Es entsteht eine dichte Atmosphäre. Die Inszenierung ist aus einem Guß, es steigert sich (für mich bis zum Schluß). Ich erlebe nicht Julia, Fernando Krapp und den Grafen, sondern diese Julia, konzentriert in dem, was sie nicht sagt, diesen fast gemütlichen Fernando Krapp, der sich in seiner Patzigkeit sympathisch gibt, lächelnd und mit blitzenden Augen, diesen Grafen, der sich selbst spielerisch in Szene setzt, daß es eine Lust ist. Ein komödiantisches Bravourstück die Szene mit den zwei Irrenärzten! Verbiestert gespielt würde ich dieses Stück wohl nicht aushalten; so gehe ich mit großem Gewinn aus der Vorstellung. Der Werkbühne Berlin ist es gelungen, mit drei Inszenierungen (Beckett, Mrozek, Dorst) in kurzer Zeit einen unsichtbaren Spiel-Raum aufzubauen - hochkarätiges Theater pur. ... Wir müssen aufhören, Spielorte als Theater zu bezeichnen. Die Menschen selbst sind das Theater.
Info3 11/1999

Kerstin Hänel und Rudolf Krause
Foto: Thomas Aurin

 

 

Kerstin Hänel, Rudolf Krause und Jürgen Larys
Foto: Thomas Aurin

 

 

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